Ihre Körpersprache beeinflusst wer Sie sind

Es dürfte sich herum gesprochen haben, dass Körpersprache einen enormen Anteil daran hat, wie man von anderen wahrgenommen wird. Allerdings wie sehr trägt die Sprache unseres Körpers auch dazu bei, wer man ist? Was drücken Gestik, Mimik, Haltung und Gang aus?

Selbstbewusstsein – Ihr Körper zeigt etwas anderes?

„Es ist nicht möglich, nicht zu kommunizieren.“ Und genau so ist das auch. Nonverbale Kommunikation verrichtet den größten Teil der Kommunikation mit anderen. Der Blick, die Kopf- und Schulterhaltung, das Verschränken der Arme, übereinander geschlagene Beine, die Hände zu Faust geballt etc. alles spricht wahrhaft Bände und findet unbewusst mehr Gehör, als die gesagten Worte. Denn wenn Ihnen Ihr gegenüber mit trauriger Miene und hängen Schultern etwas darüber erzählt, wie Sie selbstbewusster durchs Leben gehen können, werden Sie ihm wohl keinen Glauben schenken, auch wenn inhaltlich seine Worte durchaus die Wahrheit sagen. Ihre Körpersprache hat ergo zusätzlich Einfluss auf Ihren Erfolg. Die Wechselwirkung von Gefühl und Körpersprache funktioniert übrigens in beide Richtungen.

Warum nutzen Menschen diese Macht nicht besser?

Jedem Menschen ist zwar der Effekt der Körperhaltung, von Körpersprache bekannt, doch machen sich die  wenigsten Gedanken darüber welche Macht – im Sinne von Ausstrahlung, Charisma – sie im Alltag (Business, Date etc.) besitzen und nicht nutzen. Die meisten haben sich im Laufe Ihres Lebens eine eher (nach)lässige Haltung und Verhalten zugelegt, die sie, um cooler oder weniger formell zu wirken, auch weil sie als bequem empfunden wird, ganz selbstverständlich, ohne einen Gedanken darüber zu verschwenden, einnehmen. Denken Sie nur an das übergeschlagene Bein oder die Hand in der Hosentasche. Und wer jemanden mit krummen Rücken vor dem Computer sieht, denkt weniger, ob dieser Mensch vielleicht traurig ist, bestenfalls kommt die Ermahnung: „Weißt du überhaupt wie ungesund das für deinen Rücken ist?“. Doch ganz sicher kommt nie die Anmerkung: „Weißt du eigentlich, wie du so wirkst?“

Natürlich ist es nicht ganz so leicht sich selbst zu beobachten und tatsächlich ganz genau zu erforschen: Wie stehe, gehe, sitze ich gegenüber anderen? Es ist einen Versuch allemal wert. Denn wie Sie die Körpersprache für eine andere, bessere Wirkung einsetzen können, wie viel  Achselzucken, Mienenspiel, ein Fingerzeig, eine Kopf- oder Handbewegung und Körperhaltung damit zu tun haben, wie Sie sich auch selbst wahrnehmen, erfahren Sie wie folgt:

Menschen achten viel mehr auf andere, als auf sich selbst

Damit Sie wissen, wie viel Einfluss Körpersprache hat, brauchen Sie sich dies nur mal kurz veranschaulichen: ein merkwürdiger Blick, das eigenartige Lächeln, die Berührung zum verkehrten Zeitpunkt, die abgewandte Körperhaltung. Diese Gestik und Mimik einer anderen Person sehen und verstehen Sie sehr gut. „Was war das denn für ein Blick?“ oder „Warum lächelt er /sie denn so komisch?“ kommt es Ihnen sofort in den Sinn. Wenn Sie andere dermaßen unter die Lupe nehmen können, warum schaffen Sie das nicht bei sich selbst? Exakt das macht es auch so wichtig sich nicht nur zu fragen: „Was möchte mein Gegenüber mir dadurch sagen?“ sondern auch: „Was möchte ich genaugenommen mit meinem nonverbalen Benehmen kommunizieren?

Körpersprache beeinflusst die Beurteilung

Von dem, was Menschen von anderen wortlos aufschnappen, ziehen sie schnell Schlüsse und pauschalisieren gern. „Weil diese oder jene Person sich so und so verhält, ist er/sie auch so und so. Das hat nicht nur maßgeblich Einfluss auf das Privatleben eines jeden Menschen, weil die Körpersprache über Sympathie oder Antipathie entscheidet, sondern auch entscheidend auf den Job, das Business – die richtige Körpersprache kann darüber entscheiden, ob Sie die begehrte Stelle, die Beförderung, den gut bezahlten Auftrag bekommen.

Körpersprache ist bisweilen wichtiger als Können

Ergebnisse amerikanischer Studien zum Einfluß von Körpersprache ergaben, dass die Probanden Filmausschnitte realer Situationen ohne Ton 30 Sekunden sahen und danach vorhersagen konnten, welche Person Erfolg bei einem Blinddate hatte, den ersehnten Job bekam, erfolgreich einen Verkauf abschloß, in einer Rolle im Film gefiel und wer nicht. Ihre Entscheidungen rührten jedes Mal auf den freundlichen oder unfreundlichen Kontakt mit den jeweils anderen Personen her. Ein anderes Beispiel: Menschen fällen in einer Sekunde über das Gesicht eines anderen Menschen ein Urteil und im Falle der Gesichter von Politiker, stimmten sie zu 77 Prozent darin überein, wer von denen gewählt wird oder sich bei der Wahl um ein Amt durchsetzen kann.

Die eigene Körpersprache bewusst einsetzen

Auch wer auf die Körpersprache anderer achtet, denkt meistens nicht daran, was dieses nonverbale Verhalten für ihn selbst zu leisten vermag. Eine entsprechende Körpersprache kann Macht und Dominanz oder eben das Gegenteil ausdrücken. Das läßt sich leicht an Beispielen aus dem Tierreich nachweisen und funktioniert ebenso bei den Menschen: Wer sich groß macht, sich öffnet und den Raum ausfüllt, eine dementsprechend aufrechte Haltung einnimmt, z. B. die Arme ausbreitet oder mit lässig hinter dem Kopf verschränkten Armen, die Ellenbogen zeigen nach außen, präsentiert, drückt Macht und Dominanz aus, selbst dann wenn Menschen nicht die selbe Sprache sprechen. Körpersprache ist universell begreiflich. Das zeigt auch eindeutig die Siegerpose, wenn ein Wettkampf gewonnen wurde – und nicht nur der Sieger selbst, sondern auch alle, die mitfieberten zeigen diese Körpersprache, um dem Ausdruck zu verleihen.

Machen Sie sich selbst stärker

Interessanterweise vermögen die meisten Menschen, die dieser nonverbal kommunizierten Macht begegnen, sie nicht zu spiegeln, sondern vervollständigen diese Situation damit, dass sie sich kleiner machen, als ihr gegenüber, sich ihm unterwerfen. Dieses Verhalten legen nebenbei bemerkt mehr Frauen als Männer an den Tag. Doch was passiert, wenn Menschen einfach nicht zu diesen Alphatypen gehören? Lassen sich Dominanz und Macht mit eindeutigen Gesten einfach simulieren? Ja, denn sowohl das Bewusstsein beeinflusst den Körper, als auch der Körper das Bewusstsein. Auch das ist erwiesen: Menschen lächeln nicht nur, wenn sie glücklich sind, sondern werden wirklich glücklicher, wenn sie das Lächeln  insistieren. Lächeln künstlich zu erzeugen setzt vor allem 2 Hormone frei. Wie das geht? Ihre Mundwinkel drücken im Gesicht auf bestimmte Bereiche, die es ermöglichen, dass Testosteron (für das Gefühl von Dominanz wesentlich) und Cortisol (für das Stresslevel zuständig) freigesetzt werden. Probieren Sie es einfach mal aus! Menschen mit Macht, ergo jene, die z. B. in einer Führungsposition verweilen, haben meist diese Merkmale: Sie sind selbstbewusst, risikofreudig und dazu stressresistent.

Es wurde nachgewiesen, dass bei Menschen, die nur zwei Minuten lang eine High-Power-Position (groß, offen) einnahmen, danach das Testosteron wirklich gestiegen und das Cortisol gesunken war. Es beweist, dass die Körperhaltung tatsächlich beeinflusst wer man ist, wie man sich fühlt und wie handlungsbereit Menschen sind.


Jeder Mensch kommt einmal in die Situation, in der es um alles für ihn geht: Sie möchten eine zauberhafte Frau kennenlernen, einen tollen Mann für sich interessieren, im Gespräch für den fabelhaften Job oder einen Investor für Ihr Business überzeugen. Diese Momente, in denen Sie etwas sagen, einen positiven Eindruck hinterlassen und etwas bewegen wollen, nennt man einen Pitch. Für diese hochgradig komprimierten „Überzeugungsreden“ haben Sie oftmals nur wenige Minuten. Darum muss dieser Vortrag von der ersten Sekunde an absolut überzeugend sein. Doch wie lautet die Strategie für einem gelungenen Pitch?

Lisa H. Neumann ist Kommunikations-Profi: Sie trainiert schüchterne Personen, Menschen mit Karriereambitionen darin, mit ihrem „Pitch“ attraktive Menschen, Vorgesetzte, Investoren zu überzeugen. In ihrem Coaching lernen Sie alles darüber, wie Sie Ihren Pitch erfolgreich landen. Sie erschaffen sich sogar einen individuellen Kommunikationsstil.

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